Startseite  |  Über uns |  Bibliothek | Gästebuch | Impressum | Audienz
Die Duysburger | Burgbewohner | Seelenfänger | Termine | Allianzen

Die Duysburger - Landgrafschaft Duysburg

Für den Wanderer, der sich dem mittelalterlichen Duisburg näherte, mag sich von fern ein ganz Eindrucksvoller Anblick ergeben haben – die ummauerte Stadt mit ihren Mauertürmen und Stadttoren, die hochragenden Kirchtürme, die kennzeichnende Windmühle am Marientor. Von nah gesehen war der Anblick sicher weniger imposant:








Die Mauer musste dauernd ausgebessert werden, die Gräber waren von Verlandung bedroht, mit Abfall angefüllt. Hatte der Besucher das bewachte Tor durchschritten – und er tat gut daran, rechtzeitig die Stadt zu betreten, denn nachts waren die Tore geschlossen - , so fingen ihn die engen Gässchen der Stadt ein. Zwar war Duisburg nicht besonders dicht bebaut, doch waren die Gärten durch Mauern oder Zäune eingefriedet, so dass nur ein schmaler Fahrweg blieb.



Rechts und links der Gassen standen die meist zweistöckigen Fachwerk- oder Ziegelsteinhäuser, den Giebel überwiegend der Straße zugewandt, noch strohgedeckt. Obwohl sich der Rat bemühte, wegen der Feuersgefahr die Ziegeldeckung durchzusetzen. Naturstein wurde selten verwandt, bei den Kirchen natürlich, sonst nur bei wenigen Gebäuden. Auch ein Schieferndach wiesen nur wenige Häuser auf. Misthaufen an den Häuser, Holzstapel, oft der Abort, - ein Plumpsklo-, zur Straße hin die angebauten Schweine & Kuhställe, das war ein gewöhnlicher Anblick in der mittelalterlichen Stadt.

Wenige Straßen waren gepflastert – meist mit Kieselsteinen aus der Ruhr- , aber auch die waren stark verschmutzt durch die Abwasserrinne, die täglich hindurch getriebenen Kühe und Schweine aushalten musste. Und das die Ziehbrunnen, oft in der Nähe der Misthaufen, besonders gesundes Wasser lieferten, wird man kaum erwarten können.

Näherte man sich dem Zentrum der Stadt, dem Marktplatz, so wurden die Häuser dichter, die Handwerkerlädchen zahlreicher. Vorbei am Weinmarkt mit dem Rathaus – einem Doppelhaus, das sich aber allenfalls durch die prächtigeren Fensterformen von den angebauten Nachbarhäusern unterschied, erreichte der Wanderer den Marktplatz mit seinem dichten Gewimmel an Bauern der Umgebung, Handwerkern und Kaufleuten, die an den Markttischen ihre Waren feilboten.



Überragt wurde der Marktplatz vom Wahrzeichen der Stadt, der 106 Meter hohen Salvatorkirche, deren Turmportal vom Marktplatz aus durch eine Treppe zu erreichen war. - So in etwa wird man sich das mittelalterliche Duisburg vorstellen dürfen.

Duisburg stand zu jener Zeit unter König Rudolf von Habsburg und wurde noch einmal für kurze Zeit vom Reich zurück gewonnen, doch verpfändete der König 1290 die Stadt wie so oft erneut. Diesmal als Pfand für 2000 Mark Silber, die Mitgift, die seine Nichte Magarete von Kiburg bei Ihrer Hochzeit mit dem Grafen Dietrich VII von Kleve mitgegeben wurde.

Diese Verpfändung ist nicht wieder rückgängig gemacht worden. Zwar konnte Duisburg unter den Grafen von Kleve seine innere Selbständigkeit wahren, nicht zuletzt da Graf Reinhald von Geldern, Herzog von Limburg als Pfandherr von Duisburg vom König eingesetzt wurde, auf eine selbständige Politik musste die Stadt aber gegenüber dem erstarkenden Territorialherren verzichten.

Mit dem Zerfall der Königsmacht in der Mitte des 13 Jahrhundert, erreichten deutsche Städte einen Höhepunkt ihrer Selbständigkeit. Zur Abwehr der Unsicherheit auf den Straßen durch das Raubritterunwesen, als Gegenwehr gegen die neuen Zölle, die vielen Adligen auf dem Rhein einzurichten versuchten, bildete sich der Rheinische Städtebund, dem sich nach zwei Jahren über 70 Städte angeschlossen hatten, darunter auch Duisburg. Die Städte vereinigten ihre Kriegsrüstung, traten den Raubrittern erfolgreich entgegen und stellten die neuen Zölle ab und bewachten Kaufleute und Handelswege. Kurz daraufhin beschloss der Herzog von Kleve und der Pfandherr nachdem die Stadt zunehmend an bedeutung für Land und König verlor, die Stadtverawltung an den deutschen orden abzutretten kurz nachdem diese das Patronatsrecht über die Salavtorkricher erhielten.








© 2013 - 2016 by  Landgrafschaft-Duysburg.de
 Interessengemeinschaft Gemeinschaft ist kein eingetragener Verein.