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 Bibliothek - Die Waffen um 1300 und ihre Träger. 

¤ Darstellungswissen: Ordensritter ¤ Waffen der Duysburg
¤ Darstellungswissen: Sarianbrüder ¤ Rüstkammer der Duysburg
¤ Darstellungswissen: Pagen & Knappen








Allgemeine Hinweise:

Alle in dieser Kategorie beschrieben Dinge und Darstellunsgwissen, beziehen sich auf um das Jahr 1300, welches wir in der Darstellung erlauben! Sprich es ist alles zu unseren Zwecken abgewandelt, von daher werdet ihr hier nicht alles finden.



Darstellungswissen: Ritterbruder bei der Landgrafschaft Duysburg

Ordensrritter bildeten sowohl einen Berufsstand als auch eine Gesellschaftsschicht. Sie verkörperten  Kern- und Oberschicht einer Armee und nur sie galten als sogenannte Krieger. Nicht nur Edelleute des niedrigen Adels, sondern sogar Kaiser und Könige waren zugleich auch Ritter. Das Markenzeichen des Rittertums war das Schwert, das im Rahmen eines Rituals - der Schwertleite und dem Ritterschlag - empfangen wurde.

In der ersten Hälfte des 13. Jh. wandelte sich das äußere Erscheinungsbild eines Ritters dahingehend, dass neue Helmformen eingeführt wurden und über dem Ringpanzer trug man einen einfachen ärmellosen Waffenrock (mhd. wâpenroc). Da diese Helme den Kopf ihres Träger vollkommen umschlossen und deren Gesicht nicht mehr erkennbar war, wurde neben Fahnen und Bannern das Führen eines persönlichen Erkennungszeichens der Kämpfenden untereinander erforderlich. Farbige, auffallende und unterschiedlich gestaltete Zeichen wurden an weithin sichtbarer Stelle - dem Schild und in weiterer Folge auch am Waffenrock - angebracht.  Die Ritter der Landgrafschaft Duysburg jedoch, trugen das Stadtwachenwappen auf ihren Waffenrock und Schild, um ihre zugehörigkeit zu jenen zu zeigen. Jedoch war es ihnen erlaubt ein zweitschild mit eigenem Wappen zu führen.







Darstellungswissen: Sariantbrüder bei der Landgrafschaft Duysburg

Sariantbrüder bildeten den zweiten Stand in der Ständeordnung des Kriegswesen des Deutschordens. Der zweite Stand hatte die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten und musste im Kriegsfall Land und Volk verteidigen. 

Im Mittelalter galten im zweiten Stand durchaus der Adel, jedoch wurde es in der Landgrafschaft Duysburg so gehandhabt das auch sozial, rechtlich und politische privilegien in diesen Stand mit einflossen. Diese Rechte gründeten sich auf Geburt, Besitz oder Leistung und waren gekennzeichnet durch besondere Lebensformen welche durchs Ansehen hervorgeführt wurden

Angeführt wurden die Sariantbrüder von den Ordensrittern der Landgrafschaft der Duysburg. In ihrem Dienste vollrichteten sie Waffenpflege, Trainingseinheiten, einhaltung der Gesetzte, Bewachung der Adligen auf Reisen sowie teilnahme an Wachdiensten und Schlachten.

Ihre bevorzugten Waffen waren Speer, Schwert und Bogen.






Darstellungswissen: Pagen & Knappen bei der Landgrafschaft Duysburg

Der Knappe war der junge Angehörige eines ritterlichen Geschlechts, der noch nicht zum Ritter geschlagen war. Bereits im Kindesalter wurden die Jungen von ihren Müttern im christlichen Geist erzogen. Im Alter von 4 Jahren übernahm der Vater oder ein geistlicher seine Unterrichtung. Hier erlente er höfische Umgangsformene, zu musizieren und das Lesen, Schreiben und Rechnen.

Im Alter von etwa 7 Jahren wurden die Jungen dann als Pagen zur weiteren Erziehung an den Hof des Grafen gegeben. Gemeinsam mit anderen Jungen erlernte der Page hier das Kriegshandwerk und den Umgang mit verschiedenen Waffen. In dieser Ausbildungszeit wurde der Schwertkampf zunächst mit hölzernen Waffen geübt.

Mit etwa 11 Jahren wurden die Pagen zu Knappen ernannt und in den Dienst eines Ritters gestellt.
Ein Knappe stand bei Versammlungen an der Seite seines Herrn. Er begleitete ihn bei Kriegshandlungen, ohne aber selbst schon an den Kämpfen teilzunehmen. Er half dem Ritter in die Rüstung und trug seinen Helm und sein Schild.

Während der Feldzüge war er für die Instandhaltung der Waffen zuständig, oder leistete erste Hilfe, wenn sein Herr verwundet war.

Den Unterhalt für die kostspielige Ausbildung erhielt der Knappe oft von seinem Dienstherrn.
Mit 16 Jahren oder auch später bei einer besonderen gelegenheit erfolge dann die lang erwartete Schwertleite (Ritterschlag). Dieser Handlung gingen Fasten und Beten sowie das Abendmahl voran. Zur Zeremonie gehörte weiter, dass zwei Ritter die ritterliche Herkunft, den christlichen Glauben und die Fähigkeit des Knappen, seine künftigen Pflichten erfüllen zu können, bezeugten.



Waffen bei der Landgrafschaft Duysburg

Das Schwert (Buchstabe A )
Das Schwert war dem Ordensrittern und Sariantbrüdern der Dusyburg sowie dem Adel vorbehalten. Es wurden Einhänder mit Schild geführt sowie ein Anderhalbhänder ohne Schild.Typisch waren pariere in Kreuzform sowie der Rundknauf am Schwertende.Tranportiert wurde das heiligtum stets in einer ledernen braunen Schwertscheide.

Der Speer (Buchstabe B)
Der Speer ist die Standartdienstwaffe einer Wache der Duysburg. Sie diente nicht nur zum absperren von Bereichen sondern ebenso zur Mittelfernverteidigung gegenüber Gesetzesbrechern.
Die Spitze war stets angespitzt, jedoch aufgrund heutige gegebenheiten werden diese aus Sicherheitsgründen abgerundet.
Das Falchion (Buchstabe D)
Das Schwert des einfachen Volkes, jeder des dritten Standes mit genug Finanziellen Mitteln hatte die Erlaubniss eines zu führen, daher eine beliebte Nahkampfwaffe der Stadtwachen der Landgrafschaft. Das Falchion ist gegenüber dem Schwert nur einseitig geschliffen und meist kürzer.
Der Bogen
Die meisten Sariantbrüder musste mit dem Bogen umgehen können, die einzig wahre Fernkampfwaffe zur Burg und Stadtverteidigung. Bevorzugt aufgrund ihrer Reichweite und Handhabung wurden Langbögen, der Reiterbogen war zu jener Zeit ein rein Ungarischer Bogen den es in unserem Landesgebiet nur sehr selten gab.

In Schlachten wurden stets spitze Pfeile verwendet, aus Sicherheitsgründen der heutigen Zeit werden in jenen nur Pömpelpfeile verwendet.
Der Streitkolben (Buchstabe C)
Ein jener durfte einen Streitkolben benutzen.Der Kolben wurde einhändig mit Schild geführt. Er bestand aus einem schweren Metallkopf an kurzer Holzstange. Aus Sicherheitsgründen heutzutagen ohne Spitzen  unr nur gegen voll gerüstete Personen anzuwenden.
Das Schild (Buchstabe E)
In der Landgrafschaft Duysburg wurden stets das Mandelschild (Tropfenschild), Ritterschild (Dreiecksschild) sowie die kleine Pavese genutzt. Meist aus mehrern Schichten Holz und Leinenbezug hergestellt hielten diese viel Gewaltanwendungen aus und hatten eine lange Lebensdauer.





Rüstkammer der Landgrafschaft Duysburg

Das Kettenhemd

Das umgangssprachliche Kettenhemd oder im mittelalter auch Ringpanzerhemd genannt, ist bei der Stadtwache der Duysburg eine gern gesehen Ausrüstung. Normalerweise nur von Rittern stets getragen, gibt der Graf auch seinen Stadtwachen die Erlaubniss sich ein solches zuzulegen.

Meist hallbarmlang sowie Oberschenkellang gefertigt geben diese den optimalen Schutz bei Schlachten und Trainingseinheiten. Der Durchmesser sollte 9mm nicht überschreiten und aufgrund der längeren Haltbarkeit sind diese immer vernietet und brüniert zu erwerben.

Der Waffenrock

Als Waffenrock oder auch Wappenrock, wurde das von Rittern über der Rüstung getragene Kleidungsstück bezeichnet. Um Freund und Feind im Kampf unterscheiden zu können, wurde am Waffenrock ( wie auch am Schild) das Wappenbild des Kämpfenden angebracht.

Bei der Landgrafschaft Duysburg tragen alle Ritter sowie Stadtwachen das gleiche Wappenbild (Doppelkopfadler in Silber). Jediglich die Form des Waffenrocks ist unterschiedlich. Während die Ritter ein einfarbigen Waffenrock tragen, erhalten Stadtwachen einen zweifarbigen Waffenrock.

Jediglich die Waffenknechte (Stadtwachen in Ausbildung) tragen einen Waffenrock ohne Wappenbild.
Der Helm

Im Mittelalter und bei der Landgrafschaft Duysburg waren sehr gute Schmieden ansässig, nicht zuletzt wegen der Nähe zum verfeindeten Gebiet der Familie von Berg. So trugen unsere Stadtwachen und Ritter alle mindestens einen Nasalhelm! Wer es sich leisten konnte, trug einen Vollvisierhelm, welcher auch das komplette Gesicht verdeckte.  Die Helme mussten aus mindestens 1,6 mm Stahl gefertigt sein und mussten mit einem Lederband fest sitzend geschlossen werden. Das tragen einer Polsterhaube darunter war ebenso Pflicht.

Aus Sicherheitsgründen dürfen unsere Stadtwachen und Ritter nur mit einem Vollvisierhelm an Vollkontakkämpfen teilnehmen.
Die Brigantine

Der Schuppenpanzer des Adels. Aufgrund seiner lang dauernden fertigung und dem damit einhergehenden Preis konnten sich nur Ritter oder höherer Adel diesen Rüstung leisten. Sie bot mehr Schutz als das einfache Kettenhemd.

Die Brigantine bestand aus zahlreichen Metallplättchen, oft zum Schutz verzinnt, die unter einer Lage Stoff, festem Leinen genietet wurde. Es empfiehlt sich auch heute noch die Brigantine auf Maß anfertigen zu lassen damit sie den erforderlichen Schutz bietet!

¤ No Go´s 
Die Handschuhe

Sehr wichtig bei allen Kampfhandlungen. Die Gelenke rund um die Hand und Finger zählen zu den anfälligsten Gelenken für Blutergüsse und Brüchen! Da wir im Mittelalter mit Stahlwaffen handtieren, benötigen diese empfindlichen Stellen besonderen Schutz.

Die Kämpfer der Landgrafschaft Duysburg sind daher alle verpflichtet geeignete Handschuhe zu tragen, neben Lederhanschuhen für Bogenschützen, gibt es noch die Möglichkeit der Kettenhandschuhe für den Speerkampf sowie der Plattenpanzerhandschuhe für den Nahkampf.  Hier unterscheiden wir zwischen Fäustlingen und Plattenfingerhandschuhe.
Arm und Beinpolster

Gut gerüstet hieß ebenso sicherheit an Armen und Beinen! Hierfür boten sich Lederschoner an, für jene die nicht das nötige Kleingeld für Kettenbeinlinge hatte. Sogenannte Diechlinge (dicke Polsterkleidung für die Beine)  waren ebenso ein muss für jeden Kämpfer. Wir unterscheiden nach Tätigkeit der Stadtwachen und Ritter, ein Bogenschütze brauchte leichtere Rüstung als jene die in den Nahkampf gingen.

Aus Sicherheitsgründen sind zu jedem Training und Schlachtteilnahme mit Schwert, Falchion, Speer und Streitkolben, Plattenpanzerhandschuhe zu tragen. 
Der Gambeson

Aus mehreren Lagen Leinentuch bestehend oder mit verschiedenen Materialien, wie Stoffresten oder Rohbaumwolle ausgestopft ergibt der Gambeson eine vollpolsterkleidung für Oberkörper und Beine sowie Oberschenkel. Der Gambeson wurde von Rittern als Bestandteil der Rüstung unter dem Kettenpanzer (Kettenhemd) getragen, aber auch von Kriegsknechten entsprechend verwendet.

Ebenso die Stadtwachen der Landgrafschaft hatten die Pflicht sich mit eineml solchen Gambeson auszustatten, selbst als Bogenschütze war dies die Mindestrüstung!









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